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79. Jahreshauptversammlung der Sanitätsbereitschaft Sonthofen

11. März 2011 von Rainer Bumann

Sonthofer Rotkreuzler leisten rund 12.000 ehrenamtliche Stunden.



Zahlreiche Neuaufnahmen, Ehrungen und erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse verzeichnete die Sanitätsbereitschaft Sonthofen 2010.
Bereitschaftsleiter Alexander Flick ließ das arbeitsreiche Jahr bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung Revue passieren.
Bei einigen Großveranstaltungen, wie z.B. beim Hindelanger Weihnachtsmarkt sorgten die Sanis für die medizinische Sicherheit.
Bei Großeinsätzen wie z.B. der Brand eines Busses war die Schnelleinsatzgruppe (SEG) gefordert, wobei sich die strukturellen Änderungen als äußerst effektiv erwiesen. Hier beseht noch weiterer Handlungsbedarf, der Schritt für Schritt zur Umsetzung kommt.
Alexander Flick wies darauf hin, dass immer größere Aufgaben auf die Bereitschaften zukämen, die eine professionelle Hilfe bei der Organisation bedürfen.

Als absolut unbefriedigend bezeichnete der Bereitschaftsleiter die Tatsache, dass die Ehrenamtlichen selber für ihre Ausbildung aufkommen müssen. Dies bedeute, dass mit den Erlösen bei Sanitätsdiensten, die Ausbildung und teilweise die Ausrüstung bezahlt werden muss. Der Ehrenamtliche muss seine Freizeit doppelt einsetzen und das zum Nulltarif.

Die Indienststellung einer Unterstützungsgruppe Rettungsdienst hat sich bewährt. Das Fahrzeug wird alarmiert, wenn alle vorgehaltenen Rettungswagen im Einsatz sind.

Alex Flick zeigte sich erfreut, dass es der Bereitschaft gelungen ist, aus Eigenmitteln alle Ehrenamtliche mit einer einheitlichen Schutzausrüstung auszustatten.
Sein Dank galt auch dem Förderverein der Bereitschaft Sonthofen, die Geld für die Beschaffung eines weiteren Defibrillators zur Verfügung stellte.
Dank zollte der Bereitschaftsleiter allen Angehörigen der Aktiven, die sehr häufig auf ihrem Partner, der seinen Dienst am Nächsten versieht, verzichten müssen.

Florian Steinbichl stellte in seiner Präsentation die Arbeit des vergangenen Jahres vor.
So leisteten die 46 Aktiven ca. 12.000 Stunden. Dies bedeutet dass jeder Ehrenamtliche 11 volle Tage Dienst am Nächsten leistet, was über dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Den Löwenanteil stellte wie jedes Jahr der Rettungsdienst mit über 6.000 Std. dar. Alleine 1.500 Std. wurden für Sanitätsdienste bei Veranstaltungen aufgewendet. Aus- und Fortbildungen nahmen zusätzlich 2.300 Std. in Anspruch.

Interessant war auch die Feststellung, dass die Internetseite der Bereitschaft, die Flo Steinbichl erstellt hat, seit Oktober 2010 rund 1.500 mal besucht wurde.

Dritter Bürgermeister Wolfgang Deppe dankte in seinem Grußwort den Rotkreuzlern für ihre Arbeit und die stets gute und problemlose Zusammenarbeit mit der Stadt.

Stv. Vorsitzender des BRK Kreisverbandes Oberallgäu, Alexander Zieglmaier, überbrachte die besten Wünsche und den Dank des Vorstandes.

Kreisbereitschaftsleiter Matthias Gantner lobte ebenfalls das ehrenamtliche Engagement der Sonthofener Sanis und nahm mit dem Bereitschaftsleiter die Ehrungen für langjährige Mitglieder vor.

Mit einer zünftigen Brotzeit wurden die Aktiven dann für ihre Arbeit belohnt.

von links: Kreisbereitschaftsleiter Matthias Gantner, Ber. Leiter Alex Flick, Andy Jörg, Ulrich Adler, Peter Schuster, Renate Straubel, stv. Ber. Leiter Benny Wiethaup, stv. Vorsitzender Alex Zieglmaier

 

 

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